Home /About /Computer-Lebenslauf Facharbeit 64er

Technische Daten

Geboren: 30. Dezember 1967 in München

Grundschule in München nähe Rotkreuzplatz

Auslandsaufenthalt in Spanien

Gymnasium in Unterhaching (bei München)

Wie alles begann...

Computerei treibt mich seit meiner Kindheit um. Schon mit etwa 14 Jahren baute ich in Spanien erste Steuerungsanlagen für komplizierte Fischertechnik-Konstruktionen aus Dutzenden von Relais zusammen. Im Kaufhaus belagerte ich die Vitrine mit dem Sinclair ZX81 stundenlang, aber das Ding war leider zu teuer. Das Innenleben der Atari-Spielkonsole hatte ich längst analysiert und für langweilig befunden.

Zum Glück war ich ab 19x wieder in München, schon zum ersten Weihnachten musste ein Commodore C64 her. In meiner Computerspiel-begeisterten Mama fand ich hier eine starke Verbündete. Nachdem die Datasette (ein primitiver Kassettenrecorder, der als Datenspeicher diente) meine ersten tollen Programme immer wieder verschluckte, musste unbedingt ein Floppylaufwerk dazu. Obwohl es mindestens soviel kostete wie der ganze Computer, musste ich nicht bis Weihnachten warten...

Der nächste Meilenstein war der selbstgebaute Akustikkoppler (ein Vorläufer heutiger Modems). Ein Stück Styropor mit 2 Löchern bildete das Gehäuse zur Aufnahme des Telefonhörers, die selbstgelötete Elektronik brachte wahnsinnige 300 bps Übertragungsrate. Gewählt wurde natürlich mit der Wählscheibe des Telefons! War man online, durfte man praktisch keine Geräusche von sich geben, dass brachte sofort Übertragungsfehler oder gar Verbindungsabbrüche mit sich.

Die Geschwindigkeit der Datenübertragung war etwa so, dass man bei Textübertragung bequem mitlesen konnte. Online sein bedeutete damals, eine sogenannte Mailbox anzuwählen, die oft von ambitionierten Privatleuten betrieben wurden. Sie boten Email, Diskussionsforen und selten auch Downloads, waren gelegentlich mit anderen Mailboxen vernetzt. Über Freunde bekam ich schließlich Zugang zu einem UNIX-System, letztendlich nichts weiter als eine Kommandozeile. Mit den richtigen Befehlen ergab sich jedoch der Zugang zum INTERNET, in dem ich seit ca 1985 eine Email-Adresse hatte. Das World Wide Web, HTML und Multimedia existierten noch nicht, das Internet bestand aus Newsgroups und EMail.

Einen Quantensprung stellte das bald angeschaffte Modem dar - ein Lightspeed 1200. Das Gerät war superteuer, illegal importiert und angeschlossen und absolut hip. Das Besondere daran: es konnte selber wählen (Pulswahl) und hatte 1200 bps Übertragungsgeschwindigkeit (heutige Geräte erreichen 56000 bps).

Quell alles online-Lebens jedoch wurde die Mailbox von Markt&Technik, mein Nickname dort war jahrelang "Darkness". Neben den bekannten online-Anwendungen kam nun der Chat dazu, plötzlich gab es nichts besseres und anderes mehr, als nächtelang online zu sein und zu schwafeln, zu philosophieren und zu flirten. Höhepunkte des Lebens waren Usertreffen mit reichlich Alkohol und nächtliche Treffen bei Freunden zum Chatten, dazu Heavy Metal Musik.

Entscheidend verbesserte sich die Lage etwa 1986 mit einem MS-DOS-Computer von Siemens, den mein Vater angeschleppt hatte. Das Gerät war nicht IBM-kompatibel, Programmieren konnte ich es Mangels anderer Compiler nur in Assembler. Das erste Programm war eine vernünftige Terminalanwendung (zum Chatten), gefolgt von einer eigenen Mailbox (die nie online ging).

Gleichzeitig begann ich endlich auch Geld mit Computern zu verdienen. Über einen Bekannten lernte ich einen Redakteur der Computerzeitschrift 64er kennen und war seitdem freier Autor. Mit WordStar schrieb ich meine Artikel und 1988 auch meine Facharbeit. Nach dem Abi hatte ich von Schule die Nase voll, wurde erfreulicherweise ausgemustert und heuerte als Redakteur bei der von Ex-64er-Redakteuren neugegründeten PC-Zeitschrift DOS International des bekannten DMV-Verlages an. Die waren damals gerade aus der Garage des Herrn Everts in ein geräumiges Büro in Haar gezogen. Mein roter Golf transportierte mich zuverlässig jeden Morgen zur Arbeit und danach zu meiner Freundin, die ich im Chat kennengelernt hatte...

Um zuhause am Laufenden zu bleiben kaufte ich mir schließlich meinen ersten PC, einen gigantischen 286er mit 20 MHz Taktfrequenz und 4 MB Speicher!